Termine 

Sa. 04.02.2012 
So. 05.02.2012
jeweils 20h

"Hase Hase"

Von Coline Serreau
Eine Produktion des Theaterprojekts "Sturm und Drang"
Das skurrile, witzige Theaterstück erzählt die Geschichte der Familie Hase, von Mama, Papa und fünf Kindern, die versuchen in einer Welt von Arbeitslosigkeit, Armut und sozialen Umbrüchen zurechtzukommen und dem Leben einen Sinn zu geben.
mit Alexander Smeja, Antje Coenen, Albert Ehser, Anna Luther, Bettina v. d. Braak, Gerd Gräwe, Katrin Wendrich, Lisa Passow, Maria Eichhorn und Sarah Scholl
Eintritt: €12,- / erm. €8,-

 

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Die nächsten Produktionen der Theaterfabrik 

Projekt: "Iphigenie auf Tauris"

Iphigenie ist eine Fremde auf Tauris: Tochter des Agamemnon und der Klytämnestra wollte sie ihr Vater opfern, um von den Göttern günstige Winde für die Fahrt nach Troja zu erflehen. Die Göttin Diana rettete Iphigenie jedoch und brachte sie nach Tauris. Dort dient sie im Heiligtum der Diana als Priesterin. Unter ihrem Einfluß hat Thoas der Taurenkönig einen den alten Brauch aufgehoben, Fremde, die die Insel Tauris betreten, nach altem Brauch, als Opfer für die Göttin Diana zu töten.


Nun will König Thoas Iphigenie heiraten, um den Bestand seiner Dynastie zu sichern. Als sie ihn abweist, droht er, den Brauch der Fremdentötung wieder einzuführen. An zwei Griechen, die man gerade am Strand aufgegriffen hat, soll ein Exempel statuiert werden.  Die beiden Fremden – deren Identität zunächst noch nicht einmal Iphigenie kennt - sind ihr Bruder Orest und dessen Freund Pylades. Orest wird von schuldhaften Wahnvorstellungen geplagt, weil er seine Mutter Klytämnestra umgebracht hat, die ihrerseits zuvor ihren Mann, seinen Vater, tötete. Ohne zu ahnen, dass die von ihnen tot geglaubte Iphigenie hier Priesterin ist, sind Pylades und Orest nach Tauris gekommen, um das Standbild der Diana zurück nach Athen zu bringen. Sie hoffen dadurch, Orest von dem auf der ganzen Familie lastenden Fluch zu befreien.

Es ist kein Geheimnis, zu verraten, dass Iphigenie sich dafür entscheidet, König Thoas die Wahrheit zu sagen und dabei sich, ihren Bruder und dessen Freund in große Gefahr bringt. Sie ist nicht in der Lage, die Regung ihres reinen Herzens zu ignorieren, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

Die großen Fragen für uns lauten:
Wo und wie finden wir unsere Wahrheit? Und wie drücken wir sie aus?
Die „reine Seele“ Iphigenie ist in der Lage, die Stimme ihres Herzens zu hören und bereit, trotz aller Widrigkeiten und Gefahren, dieser Stimme zu folgen und die Wahrheit auszusprechen.

Wir glauben an die heilsame Kraft des Theaters, durch Verdichtung der Vorgänge und Gedanken eine Unmittelbarkeit zu erzeugen, die den Zuschauer zum Nachdenken ermutigt. Von daher ist unsere Vision, dem Zuschauer Mut zu machen, der Stimme des Herzens zu lauschen und ihr zu folgen und genauso, zu erkennen, wenn ein Mensch „mit dem Herzen“ spricht und dessen Wahrhaftigkeit trotz Nachteilen zu schätzen zu wissen.

Zielgruppe
Wir möchten mit unserer Inszenierung der „Iphigenie auf Tauris“ besonders ein junges Publikum erreichen. In Abgrenzung zur Lebenswelt junger Menschen bieten wir eine entschleunigte Version der Realität in der Kunst des Schauspiels an. Entgegen gängiger Sehgewohnheiten ist es jedoch für ein junges Publikum mit Sicherheit eine Herausforderung, einer Inszenierung zu folgen, deren Vorgänge sich hauptsächlich in Sprache im fünffüßigen Jambus äußern. Dieser Herausforderung möchten wir uns mit einem frischen, modernen Inszenierungskonzept und hochgradig intensivem Schauspiel entgegentreten.

Premiere:     November 2011
Regie:           Simon Eifeler
mit:                Lars Evers, Cornelius Kabus, uva.
Technik:       HerbatronSystems Inc.