Schachnovelle
Schachnovelle
von Stefan Zweig
Premiere: Samstag 15. November 2008
Special FX:
Eine fallende Wand.
Darsteller:
Dr. Bertram: Stefan Krebs, Dr.
Hartl: Lars Evers, Lorenz/Centovic:
Cornelius Kabus
Die zentrale Fragestellung in unserer Inszenierung thematisiert die
Überlebensstrategie eines Menschen der in Isoloationshaft gehalten
wurde.
In einer Situation, in der er nichts anderes als seinen eigenen Geist als Objekt
der Betrachtung hat, beginnt der Protagonist gegen sich selber Schach zu
spielen.
Die Entmenschlichung tritt dadurch zutage, daß er sich selber von seinen
Gefühlen trennt, in dem er sich in eigene künstliche Schizophrenie
hineinsteigert, um nicht seine eigenen Spielzüge zu entlarven.
Die Figur verinnerlicht somit den äußeren Druck der Isolationsfolter
und muss sich damit selber als Feind erkennen.
In der Inszenierung der Theaterfabrik wird dieser Prozess transparent gemacht.
Der moralisch erhobene Zeigefinger wird in dieser Inszenierung durch das aufrechte Haupt ersetzt, das Mut machen kann, zerstörerische Selbstbekämpfung wahrzunehmen und eventuell sein zu lassen.
Die Hauptfigur erkennt das nämlich und unterbricht ein Schachspiel gegen
einen amtierenden Weltmeister. Nach außen erscheint es als Niederlage, aber
für sich selber trägt er den Sieg davon. Nicht indem er das Schachspiel
gewinnt, sondern indem er den Kampf in sich selber nicht weiter führt.
Das erfordert Mut, der aber still und mit Liebe zu sich selber ausgeübt
wird.
| Unerträgliche Stille fordert ihren Tribut |
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| Zum Schach gehören aber zwei... |
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| Auf dem Schiff nach Argentinien kennengelernt |
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| Wie lange noch...? |
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| Das Verhör: 3x täglich |
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| " Wir wissen, daß ihr Büro Kontakte hatte...!" |
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| Sie sind SCHACH-MATT, Dr. Bertram |
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| Sie Büttel... |
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| Mal wieder Warten auf Centovic |
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| Centovic kann wirklich nichts anderes als Denken! |
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